Franchise Learning

Nutzung von E-Learning und Web 2.0.
für Schulung und Weiterbildung,
Informationsmanagement und
Community-Bildung in Franchise-Systemen

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Das Informations- papier - Franchise und neue Medien

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Persönliche Betreuung oder Internet?

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Schulung und Weiterbildung - Der Mix macht's

Wie lassen sich Präsenz - Veranstaltungen sinnvoll ergänzen? Das Stichwort "Blended Learning" und was genau steckt dahinter.
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Know How & Qualifizierung

Know How & Qualifizierung im Franchising

Potenziale für den Einsatz neuer Medien

Die verschiedenen Informationsbereiche:

Assessment: Vorauswahl geeigneter Franchise-Nehmer

Die Auswahl geeigneter Franchise-Nehmer ist für den Geber sicherlich als eine der wichtigsten Aufgaben zu betrachten, da von der Auswahl im nicht unerheblichen Maße der Erfolg des Systems bzw. der Filialen abhängt. Internettechnik kann bei der Auswahl nicht das persönliche Gespräch ersetzen. Das Kennenlernen der Bewerber in der Tiefe kann nur in Präsenz erfolgen. Was aber ist mit dem Teil der Bewerber, die schon aus fachlichen oder anderen elementaren Gründen nicht als Nehmer in Frage kommen?

Wenn wir davon ausgehen, dass nur 10 % der Bewerber aus fachlichen und formalen Gründen nicht als Franchise-Nehmer in Betracht kommen, ist dies bereits ein nennenswertes Potenzial welches, (je nach Größe des Systems) die Sondierung möglicher technischer Lösungen als sinnvoll erscheinen lässt. Im Falle der Franchise-Kette Coffeeshop Company summieren sich die nicht relevanten Bewerbungen auf 150 bis 200 Fälle, die abgearbeitet werden müssen.

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Anfangsschulung des Franchise-Nehmers

Die Anfangsschulung soll aus dem Franchise-Nehmer im besten Fall einen perfekten Unternehmer formen. Auch hier sind Präsenzveranstaltungen nicht komplett durch Maßnahmen im Internet zu ersetzen. Realistisch erscheint eine Substitution der Schulung um einen Faktor von 20%. Legt man für die Anfangsschulung einen Zeitraum von 20 Tagen fest, so können je Teilnehmer vier Tage Präsenzunterricht eingespart werden.

Natürlich kann die 20-prozentige Substitution des Präsenzunterrichts nicht gleichgesetzt werden mit der Kostenersparnis. Hier kommen andere Argumente zur Nutzung zum tragen, wie die Zeit- und Ortsunabhängigkeit der Maßnahmen. Der Franchise-Nehmer kann Reisezeit einsparen und an seinem Wohnort agieren, was der grundsätzlichen Planung der Unabhängigkeit zuträglich ist.

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Weiterbildungs-Maßnahmen

Bei den Weiterbildungs-Maßnahmen können die Ansätze zur Optimierung analog zur Anfangsschulung gesehen werden. Hier kommt der Aspekt der Verkürzung der Präsenzveranstaltung noch mehr zum tragen, da es für Franchise-Nehmer ungünstig ist, seinem laufenden Betrieb länger fern zu bleiben.

Neben diesem organisatorischen Aspekt gibt es aber auch den Vorteil, dass durch Blended Learning gerade für dezentrale Systeme wie im Franchise, die Präsenzzeit besser für soziale und direkte Anliegen genutzt werden kann.

Sicherlich lassen sich Vor- und Nachbereitungsphasen auch mit Handouts und Mailings unterstützen. Die Unterstützung durch Lernsysteme schafft aber Möglichkeiten zur Kooperation und zur Kommunikation der Teilnehmer, zur animierenden Aufbereitung der Materialien sowie der Bereitstellung von Informationen zur weiteren Vertiefung.

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Franchise-Handbuch - Mehr als nur ein Haufen Papier

Das Franchise-Handbuch ist traditionell das Kernstück jedes Franchise-Systems. Es bildet die eigentliche Philosophie des Franchise-Systems ab und beschreibt dessen Arbeits- und Wirkungsweise. Das Franchise-Handbuch (mancherorts auch Bibel genannt) ist klassisch eher ein gedrucktes Werk – also ein Buch. Zunehmend werden heute aber auch CD-ROM’s an Franchise-Nehmer ausgehändigt.

Welche Ansätze zur Optimierung kann hier das Internet bieten? Zum einen ist hier die Aktualität und Flexibilität zu nennen. Gegenüber gedruckten Werken oder CD-ROM’s können im Internet Änderungen und Erweiterungen schneller umgesetzt werden. Zudem lassen sich durch Versionierung Änderungsverläufe einsehen und nachvollziehen, die Historie des Handbuchs wird so transparenter.

Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, das Dokument zentral durch verschiedene Autoren bearbeiten zu können. Wenn man hier an Anwendungen wie Wiki-Software denkt, so kann eine Gruppe das Werk gemeinsam bearbeiten, wobei die jeweiligen Schritte dokumentiert sind und ggf. zurückgenommen werden können. Der Redaktions-Workflow wird wesentlich flexibler. Insgesamt kann die Verlagerung des Handbuches Verbesserungen bringen in den Bereichen: Aktualität, Flexibilität, Konformität und Interaktivität.

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Informationsaustausch zw. Franchise-Geber und Nehmer

Man sollte nicht versuchen, das persönliche Treffen mit dem Partner zu ersetzen. Dieser Weg der Betreuung ist immer noch der Regelfall. Eine Untersuchung des FIW- Franchise-Institut aus dem Jahre 2006 stellt zum Einsatz von Instrumente in der Partnerbindung fest:

Ungeschlagen an Platz eins steht dabei "der regelmäßige Besuch des Partners vor Ort". Hier scheint sich die schon lange gewonnene Erkenntnis zu manifestieren, dass letztlich das persönliche Gespräch mit dem Partner unverzichtbar ist. Dementsprechend setzten 59 Prozent der befragten Systeme dieses Instrument auf Platz eins.*

Sicherlich kann man behaupten, dass sich in den letzten Jahren drei Faktoren stark geändert haben, wodurch der Einsatz von neuen Medien immer attraktiver wird:

Anwendungen wie Lernplattformen, Wiki’s, Blogs, Video-Portale oder Bewertungs- und Kommentier-Systemen werden heute genutzt um den Austausch und die Informationsqualität zu steigern.

Denken wir als Beispiel über den Einsatz eines Video-Portals nach dem Vorbild „Youtube ®“ in der Systemgastronomie nach. Kurze Video-Dokumentation zum Umgang mit den Produkten wäre hier sicherlich eine denkbare und attraktive Lösung, um den System-Standard zu vermitteln und zu festigen.

Eine solche Anwendung war vor einigen Jahren noch nur mit erheblichen finanziellen Mitteln zu realisieren. Das hat sich durch die heutige Softwarequalität und die Menge der verfügbaren Systeme geändert. Auf Nutzerseite haben sich zudem Breitband-Verbindungen durchgesetzt. Videos und andere Inhalte lassen sich heute dadurch viel schneller aufrufen.

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Material für Marketing, Werbung, PR

Welche Ansätze können in diesem Zusammenhang identifiziert werden und welche zusätzlichen Nutzen können Technologien aus dem Bereich E-Learning und Web 2.0. bieten? Zum einen lässt sich allgemein festhalten, dass Inhalte, die im Zusammenhang mit Marketing, Werbung und PR genutzt werden, zur Umsatzsteigerung, der Verbesserung der Marktposition sowie der Bekanntheit des Franchise-Systems dienen sollen.

Reportings zum Erfolg und die Bewertung der Materialien scheinen daher lohnenswerte Ansätze zu sein. Konzeptionell und technisch sind dies zwei zentrale Bestandteile von Web 2.0. Anwendungen wie Communities, Blogs und Bildergallerien. In den meisten Web- Anwendungen der neueren Generation werden Beurteilungssysteme und Kommentarfunktionen genutzt, um Beiträge über ein Ranking zu bewerten und diese mit Nutzerinformationen anzureichern.

Ein weiterer Ansatz zur Nutzung von Internettechnologie ist die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung von Inhalten mittels Web-Software. Als Einsatzbereiche wären die Erzeugung von individualisierten Werbemitteln (wie z.B. Anzeigen und Flyer) in druckbarerer Form denkbar sowie die Zusammenstellung von individuellen Mailing-Texten oder Newsletter, abgestimmt auf regionale Bedürfnisse und Besonderheiten.

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* Quelle: FIW- Franchise-Institut für die deutsche Wirtschaft/ Rodenberg, www.franchise-world.de/fiw/

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